Strategiepapier 2030

Der oberösterreichische Weg - gemeinsam Fachkräftebedarf sichern

Neue Ausrichtung mit Arbeitsplatz OÖ 2030

Mit Arbeitsplatz OÖ 2030 richtet Oberösterreich seine Arbeitsmarkt- und Fachkräftestrategie neu aus und passt sie den geänderten Rahmenbedingungen an, die sich in den letzten Jahren erheblich gewandelt haben.

  • In den letzten ein bis zwei Jahren hat der Fachkräftemangel massiv zugenommen. Die Migration hat zeitweise eine erhebliche Dynamik entwickelt.
  • Der pensionsbedingte Abgang aus dem Arbeitskräftepotenzial wird gleichsam ab sofort stark ansteigen.
  • Die Digitalisierung der Arbeitswelt schreitet zügig voran und führt zu sich immer schneller verändernden Kompetenzanforderungen.

Gut ausgebildete Menschen sind und werden zukünftig der wichtigste Standortfaktor für die oberösterreichische Wirtschaft sein. Oberösterreich nimmt die Herausforderungen der Zukunft an und setzt mit dem neuen strategischen Programm einen starken Fokus auf die Fachkräftesicherung für den Standort. Ziel ist es, den regionalen Gestaltungsrahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik gemeinsam mit den verantwortlichen Partnern bestmöglich zu nutzen. Es gilt, die Verfügbarkeit von Fachkräften sicher zu stellen und einen gut funktionierenden Arbeitsmarkt zu gewährleisten.

Im Zentrum stehen drei strategische Ziele für einen Arbeitsmarkt, auf dem alle Personengruppen in hohem Maß am Erwerbsleben beteiligt sind (Vollbeschäftigung) und auf dem die von der oberösterreichischen Wirtschaft benötigten Fachkräfte verfügbar sind. Langfristig besteht im Bereich der bedarfsgerechten Qualifizierung insofern beträchtliches Potenzial für die Fachkräftesicherung, als gegenwärtig noch fast 20% der Personen im Haupterwerbsalter in Oberösterreich lediglich über einen Pflichtschulabschluss verfügen.
Im Bereich der Aktivierung für eine hohe Erwerbsbeteiligung bestehen insbesondere bei Frauen, der Altersgruppe 55–64 Jahre und Menschen mit Migrationshintergrund signifikante Potenziale für zusätzliche Fachkräfte. Die Gewinnung und Bindung von Fachkräften birgt auf Grund der Größenordnungen im Bereich der Zu- und Abwanderung sehr signifikante Potenziale für die Sicherung des Fachkräfteangebotes in Oberösterreich.

Insgesamt ist daher eine strategische Fachkräftebereitstellung von hoher Relevanz. Diese verlangt einen umfassenden Ansatz, genaue Informationsgrundlagen, das Zusammenspiel der Akteurinnen und einen effektiven Instrumenteneinsatz entlang der arbeitsmarktpolitischen Wirkungskette. Zur Sicherung der zukünftigen Fachkräftebasis ist die Verbindung zwischen Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- und Bildungspolitik von Bedeutung, damit der Faktor Arbeit nicht zu einem limitierenden Faktor für die volkswirtschaftliche Entwicklung von Oberösterreich wird.

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